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AKTUELLE ENTWICKLUNG · 19. Juli 2026

Der Governance-Index legt Umsetzungslücken offen

Der Global Index on Responsible AI zeigt, dass KI-Governance zwar weltweit wächst, verbindliche Umsetzung und Transparenz staatlicher Systeme aber häufig zurückbleiben.

WARUM DAS WICHTIG IST

Regeln schützen Betroffene erst dann, wenn Zuständigkeiten, Transparenz, Beschwerdewege und nachvollziehbare Umsetzung tatsächlich vorhanden sind.

Der Global Index on Responsible AI 2026 bewertet 135 Länder und Jurisdiktionen anhand von 38 Indikatoren. Die fünf Dimensionen umfassen Inklusion und Vielfalt, Ethik und Nachhaltigkeit, Arbeit und Kompetenzen, Vertrauen und Sicherheit sowie KI in öffentlichen Diensten.

Laut Projektportal haben 126 von 135 Ländern mindestens eine Politik oder Initiative in den untersuchten KI-Politikindikatoren. Der durchschnittliche GIRAI-Wert liegt dennoch bei rund 35 von 100, und für aktive Rahmen wird nur in 55 Prozent der Fälle Umsetzungsevidenz ausgewiesen.

Bei Transparenz nennt der Index eine deutliche Lücke. Während Transparenz und Erklärbarkeit vergleichsweise häufig abgedeckt sind, verlangen nur 18 Prozent der Länder die Offenlegung staatlicher algorithmischer Systeme.

Die Daten beziehen sich auf November 2023 bis September 2025. Der Index ist deshalb kein Echtzeitmonitor, bietet aber eine vergleichbare Grundlage, um die Differenz zwischen Politikankündigung und überprüfbarer Schutzwirkung sichtbar zu machen.

DIE KERNPUNKTE

  1. 01

    GIRAI 2026 umfasst 135 Länder und Jurisdiktionen sowie 38 Indikatoren.

  2. 02

    Der Index berichtet einen durchschnittlichen Wert von etwa 35 von 100.

  3. 03

    Nur 18 Prozent der Länder verlangen laut Index die Offenlegung staatlicher KI-Systeme.

  4. 04

    Umsetzungsevidenz und rechtsverbindliche Schutzmechanismen bleiben zentrale Lücken.

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